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Volker Johanning

Diplom-Kaufmann · Diplom-Informatiker · Unternehmer seit 25 Jahren

Wer ich bin.

Irgendwann, nach dem zwanzigsten Unternehmen, merkt man: die Muster wiederholen sich. Nur die Menschen sind jedes Mal neu.

Ich habe in 25 Jahren mehr als 100 Unternehmen von innen kennengelernt – nicht als Beobachter, sondern als jemand, der Verantwortung getragen und Entscheidungen bis zur letzten Konsequenz verantwortet hat. Diese Tiefe verändert, wie man auf ein Unternehmen schaut. Man sieht schneller, wo etwas nicht stimmt, wo Wert verloren geht, und wo unter der Oberfläche mehr steckt, als alle vermuten.

Aber das eigentlich Interessante war für mich nie die Struktur. Es waren immer die Menschen. Was eine Inhaberfamilie über Generationen prägt und was sie im Stillen belastet. Warum Mitarbeiter einem Unternehmen die Treue halten – oder innerlich längst gegangen sind. Was eine Belegschaft schon lange spürt, bevor es jemand ausspricht. Dort liegt die Wahrheit eines Unternehmens, nicht in den Kennzahlen.

Und noch etwas habe ich über die Jahre verstanden: Erfolg sammelt an. Die erfolgreichsten Unternehmen tragen oft die dicksten Schichten – Strukturen, Gewohnheiten, ein Denken von gestern, das die Substanz von morgen verdeckt. Meine Arbeit beginnt dort, wo aufgeräumt werden muss, bis diese Substanz wieder atmen kann. Das ist kein Abriss. Das ist Freilegen.

Der Weg hierher.

Mein Blick auf Unternehmen hat eine Wurzel, die weit zurückreicht: Seit Mitte der 1990er Jahre beschäftige ich mich mit der Börse und mit Investments. Lange bevor ich Unternehmen von innen führte, habe ich gelernt, sie von außen zu lesen – als Anleger, der verstehen wollte, was ein Unternehmen wirklich wert ist und warum. Dieses Denken in Werten und Risiken hat mich nie wieder losgelassen.

Ich habe als Geschäftsführer internationale Unternehmen mit mehr als einer halben Milliarde Euro Umsatz geführt und neu ausgerichtet – oft in Situationen, in denen es keinen Aufschub mehr gab. Mehr als 30 Unternehmen habe ich in Kauf- und Verkaufsprozessen tief geprüft – Vergangenheit, Substanz, Zukunftsfähigkeit, Risiko – und die Entscheidungen dazu vorbereitet und mitgetragen. Dies hat mein Urteil geschärft, auf eine Weise, die sich nicht aus Büchern lernen lässt.

Fünf Bücher habe ich trotzdem geschrieben – weil ich das, was ich verstanden hatte, weitergeben wollte. Und als mich das Thema KI zu packen begann, habe ich es nicht bei der Lektüre belassen, sondern bin so tief eingestiegen, bis eigene Produkte daraus entstanden – der Beiratskompass hat sich heute erfolgreich am Markt etabliert.

Was in keinem Lebenslauf besonders auffällt, mich aber vielleicht am meisten geprägt hat: Über viele Jahre habe ich mich mit der Arbeit an Menschen und Systemen in Veränderungsprozessen beschäftigt – mit der Frage, wie Wandel gelingt, wenn er auf Widerstand trifft. Das stelle ich nicht in den Vordergrund. Aber es bestimmt, wie ich zuhöre und worauf ich achte.

Was dabei entstanden ist.

01

Führung und Neuausrichtung

Internationale Industrieunternehmen mit über 500 Millionen bis über eine Milliarde Euro Umsatz durch grundlegende Neuausrichtungen geführt – strategisch, organisatorisch, technologisch. In eigener Verantwortung, mit allen Konsequenzen.

02

M&A, Due Diligences und Carve-Outs.

Mehr als 30 Unternehmen in Kauf- und Verkaufsprozessen tiefgehend geprüft. Carve-outs, Käufe und Verkaufsprozesse begleitet und durchgeführt – auf Käufer- wie Verkäuferseite

03

Technologie gebaut, nicht gepredigt.

Aus der eigenen Praxis sind KI-Produkte entstanden; der Beiratskompass hat sich erfolgreich am Markt etabliert. Wer selbst baut, beurteilt Technologie nicht nach Versprechen, sondern nach dem, was im Alltag trägt.

04

Wissen weitergegeben.

Fünf Bücher zu Strategie, Führung, Nachfolge und Technologie. Fachautor für COMPUTERWOCHE und CIO-Magazin. Dazu über viele Jahre die Arbeit als zertifizierter Coach am Menschen im Wandel.

Mich fasziniert, wie Unternehmen in DACH durch neue Technologien und mutige Entscheidungen wirklich besser werden – nicht auf dem Papier, sondern in der Realität. Erst aufräumen, bis die Substanz wieder trägt. Dann gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas Neues aufbauen. Das ist es, was mir Freude macht.