Eine Digitalisierungsstrategie für die produzierende Industrie entwickeln

Besonderheiten der digitalen Transformation bei produzierenden Unternehmen

 

Bei produzierenden Unternehmen steht natürlich seit einigen Jahren ein Thema im Mittelpunkt, wenn es um die Digitalisierung geht: Industrie 4.0!

Der ganze Hype um Industrie 4.0 ist aus Marketing-Sicht sehr gut gelungen, aber wenn man echte Industrie- und IT-Experten fragt lautet die Antwort zumeist: „Ja, das ist sinnvoll, aber wenn man ehrlich ist, dann ist es nur eine Weiterführung unserer sowieso schon ständig laufenden Prozessoptimierung durch noch mehr IT und Daten!“. Die Rechenleistung wird immer besser, durch Sensorik wird die Datenmenge immer größer und damit kann man natürlich was anfangen; so können zum Beispiel viele Auswertungen und Reports per Knopfdruck generiert werden und an im Headquarter sieht man sofort wie die Maschinen und Anlagen in der Welt gerade funktionieren oder eben auch nicht. Das hat den Vorteil, dass man sofort eingreifen kann und mit einer Prise Künstlicher Intelligenz (KI) gewürzt sogar vorausschauend eingreifen kann. Das nennt sich dann Predictive Analytics und hilft bei Maschinen frühzeitig zu erkennen wenn etwas kaputt geht. Das führt dazu, dass das kaputte Teil frühzeitig bestellt werden kann, keine Lagerkosten und Kapitalbindung mehr nötig ist und vor allem die Instandhalter endlich mal Ihre Einsätze planen können und nicht immer hektisch von einer kaputten Maschine zur nächsten rennen!

Neben Industrie 4.0 als Optimierungstool für die internen Prozesse steht vor allem das Thema neue Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung im Vordergrund. Und da geht es nicht nur um Prozesseffizienz, sondern ums Überleben. Denn der digitale Wandel sorgt dafür, dass das produzierte Gut alleine nicht mehr ausreicht. Wenn es nicht mit dem Internet verbunden ist (Stichwort Konnektivität) und von einer App oder einem Portal aus gesteuert werden kann, dann hat es am Markt nicht mehr so große Chancen wie das Konkurrenzprodukt. Das Produkt selbst kann „smart“ werden und per IoT (Internet of Things – Das Internet der Dinge) ständig mit dem Internet verbunden sein und so mit anderen Maschinen oder Produkten kommunizieren und Mehrwert erzeugen.

Auf der dritten Ebene geht es um die Eroberung von neuen Märkten und/oder Zielgruppen auf Basis von digitalen Technologien.